Sonntag, 22. September 2013

Von Kartons und Kartoffeln

Moin! 
Jap, der letzte Eintrag ist schon ein Weilchen her. Gab aber auch irgendwie nichts Neues zu erzählen, um ehrlich zu sein.

Aber dieses Wochenende war bei mir wirklich sehr vollgepackt. In ca. einer Woche bin ich ja schon mit gepackten Sachen auf den Weg in meine neue Heimat, also wollte ich mein letztes freies Wochenende dazu nutzen, bei Verwandten in einer anderen Stadt noch ein "letztes Mal" (zumindest vorerst) vorbeizuschauen. Bis zu den ersten Semesterferien dauert's dann ja noch eine Weile. Zuerst ging's zu den Großeltern - wie man's halt so kennt: Omi freut sich und stopft die Enkel mit Essen voll, bis sie nach Omis Meinung genug gegessen haben. Nichts Spektakuläres und Ungewöhnliches eigentlich, aber doch ein Muss, bevor ich dann bald aufbreche. Danach schaute ich - auch das letzte Mal für eine ganze Weile - bei meinem kleinen, fast 3-jährigen Halbbruder vorbei. Kinder in dem Alter sind ja bekanntermaßen süß und anstrengend zugleich, aber durch den vollen Zeitplan beschränkte sich die Zeit für Albereien auf ein Minimum. Da wären wir übrigens schon bei der Erklärung für den kuriosen Titel.

An diesem Wochenende entpuppte ich mich als Umzugshelferin - und zwar eine schlechte. Aber hey, tragt ihr mal Möbel und schwere Kisten in den fünften Stock und habt danach keinen Muskelkater. Die Treppen allein hätten mir schon als Workout gereicht. (Und sportlich war ich sowieso noch nie.) Kleine Aufwärmübung für meinen eigenen Umzug? Zum Glück nicht. Ich nehme nämlich keine Möbel mit, sondern nur den Kleinkram + Elektronik. Bei mir wird also niemand eine Couch durch das enge Treppenhaus bugsieren müssen. Und in der neuen "Wohnung" geht's dann zum Glück auch nur in die zweite Etage.

Genug von den Kartons - nun zu den Kartoffeln.

Heute war ich auf dem Mecklenburgischen Dorffest schlechthin - das Kartoffelfest. Der Name ist Programm. Alle Gerichte drehen sich nur um Kartoffeln und entsprechende Variationen. Die Kinder basteln mit Kartoffeln. Und die lokalen Bauern stellen ihre Maschinen für die Kartoffelernte aus. Wem nach einem Tag auf diesem Fest die Kartoffeln nicht zu den Ohren raushängen, der hat einen sehr großen Toleranzbereich. Ich geb's ja zu, für mich war das echt nichts. Das liegt vor allem daran, dass die Zielgruppen für dieses Fest die ganz Jungen und die ganz Alten sind - alles dazwischen muss sich mit der Langeweile hingeben. Ich hatte darauf eigentlich auch gar keine Lust und hatte schon vor Wochen scherzhaft gesagt, dass ich an dem Wochenende, an dem das Fest ist, nicht zu Besuch kommen würde, aber irgendwie hatte ich dann Pech und es zog mich genau an diesem Wochenende zur Verwandtschaft. Also hieß es Zähne zusammenbeißen (obwohl die vor Kälte schon fast klapperten) und durchstehen. War ja hoffentlich das letzte Mal.

Inzwischen bin ich wieder in heimischen Gefilden angekommen und ruhe mich ein wenig aus. War immerhin ein langes Wochenende und der Umzug steht auch schon fast vor der Tür. 'N bisschen Entspannung wird da wohl noch drin sein, oder?
Ich bekam sogar schon einen Anruf. Anscheinend vermisst mein kleiner Bruder mich jetzt schon und fragt, wo denn seine große Schwester jetzt bleibt. Der Kleine macht es mir nicht leicht!

Kommentare:

  1. Wie süß dein kleiner Bruder ist! (:
    Jetzt wird es langsam ernst. Bist du schon sehr aufgeregt?

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    1. Und gerade an diesem Wochenende war er besonders süß und anhänglich. :/
      Jap, bin ich. (: Kann jetzt auch langsam mal losgehen, ich warte schon lange genug.

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